Woher kommt mein Studienplan?

Wer hat entschieden welche Lehrveranstaltungen stattfinden? Welche Kurse verpflichtend sind, und welche zur Wahl stehen? Wer hat den Studienplan geschrieben?

Das war natürlich nicht nur eine Person, das ist eine lange Geschichte:

An einer österreichischen FH werden Studiengänge akkreditiert. Dazu schreibt man einen ca. 200-seitigen „Antrag“, der viel mehr enthält als nur einen Plan der Lehrveranstaltungen. Die sind nur der Endpunkt der Überlegungen.

Der Anfangspunkt ist eine Überlegung zu den zukünftigen StudentInnen: sie werden bei uns studieren, um was zu werden? Wir stellen uns also vor wie euer Leben nach dem Studium aussehen wird, z.B. Web-Programmiererin, als Game-Programmierer bei MMT, oder als Kamerafrau, als Grafiker, als 3d-Modeller, als Sounddesignerin bei MMA. Und das ganze als FreiberuflerInnen, Angestellte oder FirmengründerInnen. Das ist Schritt eins: Die Berufe und Branchen.

Was braucht man nun, um in diesen Branchen, diesen Berufen arbeiten zu können und dabei gut zu überleben? Was muss man können, verstehen, durchschauen? Da geht von handwerklichem Können (retuschieren in Photoshop, eine Kamera halten, HTML-Code schreiben) über gestalterische, kreative, intellektuelle Fähigkeiten (Bildkomposition, Datenbankentwurf, Ideenentwicklung) bis  zu Teamarbeit, Präsentation, Angebotserstellung. Diese Auflistung der nötigen Qualifikationen ist der zweite Schritt.

Erst im dritten Schritt landen wir bei konkreten Lehrveranstaltungen, konkreten Lehr- und Lernformen. Das Ergebnis dieses Schrittes ist dann das eigentliche Curriculum (das ihr im Office nachlesen könnt).

Dein Studienplan ist also immer aktuell: wir unterrichten derzeit nach Studienplänen aus 2013. Der Master MMT ist ganz neu: von 2016.  Aber das ist nicht das Ende der Geschichte: wir denken natürlich schon über die Zukunft nach.

 

Bildquelle: (c) FH Salzburg

Schreibe einen Kommentar